Aufkohlen, Pulvernitrieren, Iisolieren

Aufkohlen (Kohlenstoffdiffusion)
– Bei ca. 900 °C verbindet sich die weiche Stahlhaut mit dem Kohlenstoff zu einer ca. 0,2 – 2 mm starken Schicht
– Die Werkstücke werden mit dem Aufkohlungspulver in einen Kasten (Seite 16) gelegt, der Deckel mit Isoliermittel abgedichtet
– Die Stärke der aufgekohlten Schicht ist abhängig von der Haltezeit auf 900 °C. Faustregel ist ca. 0,1 mm pro Stunde Haltezeit Mit einer Haltezeit von ca. 6–8 Stunden erzielt man gute Durchschnittsresultate
– In jedem Ofen anwendbar

Pulvernitrieren (Stickstoffdiffusion)
– Bei ca. 550 °C bildet sich eine extrem harte (bis 1000 HV) Deckschicht (0,02 – 0,08 mm), die eine darunterliegende Schicht (0,2 – 0,4 mm) verhärteten Stahls überzieht
– Die Werkstücke werden zusammen mit dem Nitrierpulver in einen hitzebeständigen Kasten (Seite 10) gelegt, der Deckel mit Isoliermittel (siehe unten) abgedichtet
– Die Dauer der Haltezeit bei 550 °C sollte 10 Stunden oder mehr betragen
– Das Verfahren ist in jedem Ofen durchführbar
– Die dünne Deckschicht stellt einen großen Widerstand gegen das „Fressen“ und gegen reibenden Verschleiß dar, der Ermüdungswiderstand wird stark erhöht

Isoliermittel
– Eine auf keramischer Basis aufgebaute, gut knetbare Masse für den luftdichten Verschluß der Härtekästen
– Geeignet zum Abdecken von Werkstückteilen, die nach dem Aufkohlen noch weich sein müssen
– Auch für Werkstücke, die nur teilweise hart werden dürfen
– In jedem Ofen anwendbar
– Kann millimetergenau angebracht werden

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